Teneriffa November/Dezember 2010

Unsere ersten Bilder zu Teneriffa /SlideShow mit Musik

 

 

Reisebericht – Teneriffa 17.11. bis 10.12.2010

Nachdem wir am 17.11.2010 nachmittags ca. 15 Uhr nach einem 3-stündigen Flug mit der Spanair nach Teneriffa-Nord in unserem 4-Sterne-Hotelkomplex Dania-Magec in Puerto de la Cruz/Teneriffa angekommen waren, bekam unsere Reisegruppe sogar noch das Mittagessen am reichhaltigen Buffet des Hotels Magec, da in Teneriffa die Uhrzeit ja eine Stunde zurückgestellt werden muss und es dort dann gerade erst 14 Uhr war.
Nach dem Essen bekamen wir dann unser sehr schönes grosses Zimmer , das sogar durch einen separaten Gang mit zusätzlicher Zwischentür vom eigentlichen Eingang abgeteilt war. Wir waren angenehm überrascht, dass sogar ein leerer Kühlschrank zur Verfügung war und auch ein im Schrank eingebauter Tresor war gegen eine Gebühr zu mieten.
Auch standen uns ausser den ortsüblichen spanischen Fernsehsendern die vier deutschen Programme „Das Erste“, ZDF, RTL und SAT 1 zur Verfügung, so dass wir auch unsere deutschen Nachrichtensendungen anschauen konnten, sofern wir überhaupt mal um diese Uhrzeit im Zimmer waren.
Jedenfalls an diesem ersten Tag war ausser Kofferauspacken und einem ersten kleinen Rundgang in der näheren Umgebung des Hotels noch Zeit für den dort täglich um 19 Uhr stattfindenden „Tanzkurs“, den eine ganz liebe Animateurin aus Teneriffa leitete. Da es sich hauptsächlich um meine geliebten „Party-Tänze“ handelte, die meist von uns Frauen in Form von „Line-Dance“ getanzt werden, hatte mein Mann in dieser Stunde dann etwas Zeit, vor dem Abendessen die Abendnachrichten anzuschauen und so waren wir beide mit dieser Veranstaltung sehr zufrieden.
Nach dem Essen wurde dann für die beiden sich gegenüberliegenden Hotels ein täglich wechselndes Animationsprogramm angeboten, das meist aus Live-Musik zum Tanzen und mit dem bei den Spaniern sehr beliebten „Bingo“ in den Tanzpausen bestand. Auch gab es Flamenco-Vorführungen und sonstige Show-Abende, die wir jedoch seltener besuchten.

Für den nächsten Tag, den 18.11. hatten wir dann nach der üblichen Info-Veranstaltung an den direkt in der Nachbarschaft befindlichen Busstation eine sogenannte Bono-Bus-Mehrfahrtenkarte gekauft, um zu dem ca. 25 km entfernten Flughafen Nord zu fahren, wo wir über Internet bei Goldcar ein Auto gemietet hatten. Da wir bei unserer letzten Reise im September durch den Generalstreik am 29.09. das damals über den ADAC gemietete Auto überraschend einen Tag zu früh bei Goldcar abgeben konnten und dafür aber keinerlei Rückvergütung bekommen hatten, machte ich der sehr freundlichen jungen Dame am Flughafen dieses Mal deutlich, dass wir eigentlich ein Entgegenkommen der Firma Goldcar erwarten und so wurde uns überraschend ein zwei Klassen besserer Wagen ohne Aufpreis für die nächsten 22 Tage zur Verfügung gestellt.
Wir fuhren dann mit dem Seat Leon zurück nach Puerto de la Cruz, wo sich seit kurzer Zeit sogar ein Lidl etabliert hatte, bei dem wir uns mit Getränken und Süssigkeiten für die nächsten Tage eindeckten.
Nach dem sehr guten Mittagsbuffet und der üblichen Siesta machten wir einen ausgedehnten Spaziergang zu unserem damaligen Hotel „Perla“ in der höhergelegenen Urbanisation. Wir trafen dort zufällig einen netten deutschsprechenden Holländer, mit dem wir uns dann sehr lange unterhielten. Nach dem Abendessen im Hotel genossen wir dann den Tanzabend.

Den 19.11. verbrachten wir dann in der wunderschönen Stadt Puerto de la Cruz, die man erfahrungsgemäss am besten ohne Auto durchstreift, da die ständige Suche nach einem freien Parkplatz in der Innenstadt anstrengender ist, als ein Bummel bei herrlichem Wetter und meist 24° bis 26°C. Auch an diesem Abend stand wieder der „Tanzkurs“ und der Tanzabend auf unserem Programm.

Am 20.11. kam es dann zu unserem ersten grossen Ausflug. Wir fuhren zu dem berühmten angeblich 1000-jährigen Drachenbaum nach Icod de los Vinos und nach einem ausgedehnten Stadtbummel ging es weiter nach Garachico, bei dem durch den Vulkanausbruch der Montaña de Trebejo am 5. Mai 1706 das Hafenbecken von den Lavamassen verschüttet wurde und sich dadurch die Handelsschifffahrt nach Puerto de la Cruz verlagerte. Die Stadt entwickelte sich danach jedoch zu einem sehr interessanten Ausflugsziel mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und uns beeindruckte besonders die in die schwarze Lavaküste eingelassenen „Piscinas Naturales“ das sind die Meerwasserschwimmbecken, die bei starkem Seegang jedoch aus Sicherheitsgründen gesperrt sind.
Über „Los Silos, Buenavista del Norte im wild-schönen Teno-Massiv, Santiago del Teide und vor allem die Gegend um Masca fuhren wir dann über eine sehr kurvenreiche Bergstrecke bis nach Los Gigantes und an die Playa de las Arenas, um das gleichnamige Luxushotel zu besuchen. Da wir bei vorgerückter Stunde nicht mehr über die gefährlichen Bergstrassen zurückfahren wollten, mussten wir notgedrungen über die Südautobahn, vorbei an den Touristenhochburgen Playa de las Americas und Playa de los Crisianos unsere Heimreise nach Puerto de la Cruz antreten.

Am 21.11. besuchten wir zu Fuss den in Puerto de la Cruz immer sonntags vormittags stattfindenden kleineren Markt in der Nähe des Botanischen Gartens und machten es uns nach dem gestrigen ausgiebigen Ausflugstag nachmittags gemütlich und genossen unter anderem den im 6. Stock des Hotels installierten Whirlpool mit herrlicher Aussicht über die Stadt. Abends wieder mein Tanzkurs und Faulenzen.

Am 22.11. machten wir dann wieder einen längeren Ausflug in die sehenswerte ehemalige Inselhauptstadt San Cristóbal de La Laguna, wo wir das einzige Mal während dieses ganzen Urlaubs sogar mal unsere Jacken anziehen mussten. Danach besuchten wir die heutige Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, wo wir nach einer zeitaufwendigen Parkplatzsuche u.a. im Hafen die riesigen Kreuzfahrtschiffe und Fähren bestaunen konnten. Anschliessend besuchten wir den ausnahmsweise weissen Strand von Las Terasitas, der mit Sahara-Sand aufgeschüttet ist.

Am 23.11. fuhren wir nach dem Frühstück zu dem nur 9 km entfernten Orotava und weil weit und breit kein Parkplatz zu finden war, fuhren wir gleich weiter in das wunderschöne Valle de Orotava. Über Santa Ursula ging es dann über die Bergstrase bis zum Mirador de Humboldt mit einer wirklich herrlichen Aussicht über das ganze Orotava Tal und mit Blick auf den höchsten Berg Spaniens, den 3718 m hohen Teide, und nach dem Besuch einer „Lederfabrik“ zurück nach Puerto de la Cruz.

Am 24.11. erkundeten wir zu Fuss die höhergelegenen Urbanisationen La Paz und El Durazno und nachmittags den bei den Einwohnern von Puerto de la Cruz bevorzugten Strand Playa del Jardin in Richtung des berühmten „Loro-Parks“, den wir vor zwei Jahren ausführlich besucht hatten und deshalb dieses Mal vom Ausflugsprogramm gestrichen haben.

Am 25.11. fuhren wir in die nahegelegene Stadt „El Sauzal“ , wo wir das Haus des Weines mit seiner sehr lehrreichen Dia-Show und das Haus des Honigs besuchten. Auch La Victoria und Santa Ursula stand heute auf dem Programm.

Am 26.11. konnten wir dann endlich in La Orotava einen Parkplatz finden und so kamen wir auch hier zu unserer gewünschten Stadtbesichtigung. In den sehr steilen Strassen wird mit Hinweisschildern auf die zahlreiche historischen Gebäude und Paläste aufmerksam gemacht und auf dem Platz vor dem Bürgermeisteramt war eine wunderschöne, sehr aufwendig gestalteten Grippe aufgebaut, die mit lebensgrossen Figuren und naturgetreu nachgemachten Tieren gerade von einer grösseren Anzahl von Schulkindern besucht wurde. Auch das dort berühmte „Casa de los Balcones“ mit seinen schön geschnitzten dunklen Holzbalkonen ist immer wieder einen Besuch wert.

Am 27.11. besuchten wir dann die „Feria del vino“ in Puerto de la Cruz, wo mehrere Weinprobierstände und die kulinarischen Köstlichkeiten der Kanarischen Inseln, wie auch Kastanienröster zu einem gemütlichen Aufenthalt bei den Klängen kanarischer Folklore zum längeren Verweilen einluden. Wir informierten uns über die Veranstaltungen für die nächsten beiden Tage, wo gegen Abend Live-Musik angekündigt wurde.

Am 28.11. hatten wir uns mit deutschen Bekannten in deren Appartement in Torviscas an der Costa de Adeje verabredet und sie führten uns zu einem wirklich sehr netten typischen Landgasthof in die Berge, wo wir bei kanarischer Live-Musik ein sehr gutes Essen serviert bekamen. Zum Kaffee waren wir dann in deren Wohnung eingeladen und am Abend kehrten wir dann wieder in unser Hotel zurück. Die Fahrt in den Süden der Insel ist für uns nicht sehr interessant, da man sich den grössten Teil der Fahrt in einer wüstenähnlichen unbewohnten Gegend befindet, wo nichts wächst und nur die Tourismushochburgen um die Costa Adeje, Las Americas und Los Cristianos durch den Bau der mit künstlich aufgeschüttetem Strand jährlich mehrere Millionen Touristen anziehen.

In dieser Nacht vom 28.11. auf 29.11. begann dann der fast zwei Tage wütende Orkan, der mit über 190 km/h auf allen 7 kanarischen Inseln viele Schäden anrichtete, Dächer abdeckte, Palmen umknickte und sogar einen riesigen Baukran zum Umstürzen brachte. Wir verfolgten die Reportagen im inzwischen nur noch spanisch zu bekommenden Fernsehen und waren heilfroh, dass wir an diesen beiden Tagen das Hotel nicht verlassen mussten. Wir gedachten der mühevoll aufgebauten wunderschönen Weihnachtsgrippe von Orotava und am 30.11. konnten wir bei einem Stadtbummel das ganze Ausmass der Schäden besichtigen. Die Stände des Weinfestes waren zerstört und Teile der Buden lagen im Meer. Dachziegel säumten die Strassen und Satellitenschüsseln und umgestürzte und geknickte Flutlichtanlagen lagen auf den Strassen.

Am 01.12. traten wir dann den zweiten Teil unseres Urlaubs an, d.h. wir zogen um in das direkt an der Meerespromenade gelegene 4 Sterne-Hotel Catalonia Las Vegas. Nun waren wir direkt mitten im Touristenzentrum von Puerto de la Cruz. Das Hotel war schick, es fehlte uns zu unserem Glück nur der inzwischen gewohnte Kühlschrank im Zimmer. Das freie Buffet war noch wesentlich besser, als im Hotel Magec und die täglich wechselnden Sorten an frischem Eis verführten uns dazu, mehr zu essen, als eigentlich geplant war.
Wir trafen dann auch direkt unsere spanischen 6 neu angekommenen Tanzfreunde, die in dem viel höher gelegenen wunderschönen Hotel Playa Canarias wohnten, das aber leider sehr abgelegen vom Zentrum liegt. Durch die Parkplatzprobleme in der Innenstadt sahen wir unsere Freunde insgesamt nur zweimal, da sie dann doch lieber auf die abendlichen Ausflüge ins Zentrum verzichteten.
Uns gefiel es natürlich direkt im Zentrum des Trubels sehr gut, weil wir alles zu Fuss und in nächster Nachbarschaft miterleben konnten. Der einzige Nachteil war dann natürlich die öfter gestörte Nachtruhe, aber unser Zimmer lag im 4. Stock und so konnte man das auch noch einigermassen aushalten.
Wir genossen die allabendlichen abwechslungsreichen Veranstaltungen rund um unser Hotel und genossen das gute Essen.

Am Freitag, den 03.12. hatten wir uns dann mit unseren anderen deutschen Bekannten bei uns in Puerto de la Cruz verabredet und wir gingen zusammen in einem netten Restaurant in der Stadt zum Essen. Nach einem ausgedehnten Bummel und sehr angeregter Unterhaltung fuhren sie dann gegen Abend wieder nach El Medano zurück, wo sie seit Jahren immer in einem gemieteten Appartement den wunderschönen „Winter auf Teneriffa“ bei meist sommerlichen Temperaturen geniessen.

Am 04.12. machten wir dann wieder einmal die Hauptstadt Santa Cruz unsicher und abends erlebten wir im Nachbar-Cafe unseres Hotels den „spanischen Elvis“ mit toller Live-Musik.

Am 05.12. machten wir einen Ausflug zu dem Wallfahrtsort der Kanaren, nach Candelaria. Dort ist die Schutzpatronin der Kanaren, die Virgen de la Candelaria Ziel vieler Pilger und die wunderschöne Wallfahrtskirche, Basilica e Nuestra Señora de la Candelaria, mit dem an der Meerseite des Platzes auf schweren Vulkanbrocken stehenden neun bronzene Standbilder der ehemaligen Guanchenkönige ist einen Ausflug wert.
Den Abend verbrachten wir auf dem berühmten Plaza del Charco bei schöner Live-Musik im Zentrum von Puerto de la Cruz.

Am 06.12. ist ja in ganz Spanien Feiertag und so liessen wir es wieder einmal in der näheren Umgebung in Puerto de la Cruz etwas ruhiger angehen.

Am 07.12. fuhren wir nach Santa Cruz, um dort noch einmal unsere Bekannten aus El Medano zu einem auswärtigen Restaurantbesuch zu treffen. Parkplatzsuche war wieder angesagt und so stellten wir unser Auto in ein Parkhaus, was uns dann mit 9 Euro viel zu teuer vorkam.
Abends kamen dann unsere 6 spanischen Tanzfreunde endlich mal aus ihrem zu weit oben befindlichen Hotel und wir gingen gemeinsam ganz in der Nähe unseres Hotels ins Tanzlokal „El Caballo Blanco“ und hatten viel Spass beim Beobachten der „alleinstehenden Damen auf Partnersuche“.

Die letzten beiden Tage verbrachten wir dann noch mal rund um Puerto de la Cruz und flogen am 10.12. wieder zurück in das wesentlich kühlere Barcelona, wo uns unser Freund Ramon schon am Flughafen erwartete und uns nach einem gemeinsamen Mittagessen bei sich zu Hause nach Sant Pere brachte.

Es war ein wunderschöner Aufenthalt im ewigen Frühling auf Teneriffa und selbst der Orkan konnte uns nicht davon abschrecken, immer wiederzukommen.

8 Kommentare (+add yours?)

  1. Inge von Mannheim
    Jan 18, 2011 @ 14:31:02

    Hallo Marlies, habe mir bei Rainer gerade diie Bilder angesehen und freue mich, dass ihr einen schönen Urlaub hattet.
    Ich schreibe seit 10 Jahren das erste mal wieder am Computer, toll, es geht ja noch !

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    Nov 28, 2011 @ 09:49:12

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